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Kausalitäten: Schnecken und Wasserruten

Kausalität #1 - seit 2 Monaten begegne ich folgenden ...

Umstand, so will ichs mal nennen. Wär ich Verschwörungstheoretiker würde ich von einer Matrix und einer schwarzen Katze reden. So rede ich von einer nach innen zu öffnenden Haustüre und einem am Grund des Hauses und des Gartens just im Moment des Öffnens dieser vorbeifahrenden Verbrennungsvehikels auf stets vier Rädern. Oder anders gesagt: Tür auf, Auto rauscht vorbei; das ganze geht nun schon so seit zwei vollen Monaten.

[aufgesprochen am 16. April 2013] 
Kausalität #2/I
Seit zwei vollen Wochen stelle ich fest, dass Schnecken sowohl als auch Zecken wieder da sind. Vor allem letzteres ist für Hundebesitzer ja überhaupt kein Thema mehr, ein alter Hut und kein Problem. So gesehen alles im Griff.
Und doch bedient sich der einheitsdeutsche Hundehalter der aus dem Boden des Nichts gar zahlreich sprudelnder Plattformen wie Hundeforen im Dialog mit gleichgesinnten Schicksalsträgern. Im vermeintlichen Dialog sabbelt ein jeder Nutzer vor sich hin. Tief ergriffen, nein gar fest überzeugt von seinem Weg das insektoide Parasitengetier den Garaus zu machen. Doch spätestens bei Bernsteinketten verliert sich der Monolog und irrt zugleich zu einer hausgemachten Liebherzchendiskussionsrunde in der alle sich gar zum x-ten Male standpunktartig zum Ausdruck bringen.
Ich les das gern, aber spätestens bei Kokosölen schalt ich geistig ab sofern ich je online war. Da stellt sich mir eher die praktische Frage, wie fette Ausmaße so etwas haben kann; mal abgesehen, wer der Schreiberlinge seinen Vierbeiner befragt, was dessen Meinung dazu sei. Ich als Hund käm mir vor wie ein Gladiator unter römischer Kulisse bestenfalls sowie vielleicht auch in darstellender Rolle eines jugendunfreien Streifen, der nicht genug des Vorspiels zu bekommen mag.
Der Höhepunkt - wie alle Jahre wieder - ist schon längst vorbei.


Kausalität #2/II ... oder Schnecken

Nun ja, seit zwei Wochen eben sind es aber auch wieder Schnecken, die sich da tummeln gar zur Hülle und Fülle. Exakt östlich und parallel verläuft steigend deren Mini-Welt entlang der menschlichen Mülldeponie, dem Schauplatz des Friedens gebetet in klassisch hofunähnlicher Struktur; mit Namen: Friedhof.
Dieses Idyll ist für mich stets der Anfang und das Ende jeglicher Hundgassirunde, die zu Fuße beginnt und auf selbigen gebettet in Schuhkleid endet.
Gerade dieses Gewerk der Treter tat heute gleiches, zu meinem Unvergnügen gleich 5 Male. 3 Male dabei sicherlich tödlich. 2 Male unsicher mit Fragezeichen. Die totale Zerstörung erfolgte durch meine Schuhe definitiv und unabwendbar. Und eben nach dem Knick-Knack #3 kam auch ich als sorgenloses Herrchen darauf, einmal den Blick von der Makro- zur Mikrowelt zu werfen, und zwar ausschließlich so vorsichtig, dass ich behellt durch eine Stirnleuchte tänzelnd im letzten Momente dem Kriechgetier behende auswich. Das hatte nicht nur den Erhalt des Lebens der hellen Bänderschnecken zum Vorteile, sondern auch einen für mich neuen Einblick in die Welt des Mikrokosmoses auf sich. Obs den Zweien Überlebenden meines Scheinangriffes zur Nutze kam ist ungewiß. Denn bei beiden sah ich unweit kniend im knöcheltiefen Grase Achtbeinläufer sich dreist zu nähren, womöglich um sich von eben diesen zu ernähren. Leider ist meine Kenntnis lückenhaft, so weiß ich nicht, ob den jede Spinnenart wie der Weberknecht die Sache angeht.

Bei aller natürlichen Grausamkeit lag der Vorteil dieser neuen Sichtweise für mich ganz praktisch auf der Hand und läßt sich kurz erklären: Mehr Blick nach unten hin zu den kleinen Dingen mit samt all der Faszination hilft das große Drumherum auszuknipsen, welches rein akustisch stets dort im schreckensgleichen Lärmgetöse zweier Autobahnen im Kreuze nicht unter-, sondern eher obergeht und zwar in deren Hand, nicht im Fuß.


Kausalität #3 - Wasserruten

Ist auch #3 in der Reihenfolge der Vorkommnisse dieses bedauernswerten Umstandes, welchem Adelhaid alle Jahr wieder zum Opfer fällt. Und das seit erstmaliger Erscheinung am 16.01.2011.
Treu dem Leitsatz "einmal eine, immer mal wieder eine". Grundauslöser war ein Schwimmen in zu kalten Gewässer. Im Sommer 2012 war es wohl eher zu warmes Naß. Und die laufende Nummer 3 kam wieder ganz anders zustande. Nicht einfache sondern eher schwerfache Überanstrengung, ja körperliche Überlastung, lies die Rute steif nach unten fallen.
[Anmerkung: Wer die Leidensgeschichte studieren will, der kann es eben dort sowie nachfolgend dort tun.]

Für #1 + 2 gebe ich mir vollends die ganze Schuld. Im aktuellen Fall war ich nicht der Überbringer, eher der Empfänger eines ausgepowerten Hundes, der am Abend vorher Brot und Spiele in Nachbarsgarten bis in die letzten Spitzen seiner Schwanzwurzel ausleben hatte dürfen.

Ich nehm es sportlich: Leider gibts für schlafe Hundeschwänze noch kein Viagra auf Rezept, aber beispielsweise schmerzstillendes Metacam Meoxicam ... oder eben klassisch das Traumeel für den ruhigen Hundeschlaf.
In dem Sinne: Gute Nacht!